Zähneknirschen

Wir bieten Ihnen eine multimodale Therapie bei Zähneknirschen und Folgebeschwerden wie Muskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Zahnabrieb.

Unser Team aus Fachärzten und Therapeuten stellt Ihnen neben der zahnärztlichen Behandlung ein individuelles Therapieprogramm zusammen.

Bisher wurde weder eine einzelne Ursache für Zähneknirschen noch eine einzelne Behandlungsmethode zur Behandlung des Zähneknirschens gefunden. Durch eine Kombination aus unterschiedlichen Therapiemaßnahmen (Zahnschiene, Osteopathie, Entspannungstherapie,…) können jedoch das Zähneknirschen und die Folgebeschwerden deutlich vermindert werden.

Zähneknirschen (=Bruxismus) entsteht wahrscheinlich bei gleichzeitigem Vorliegen von unterschiedlichen Faktoren.

Ursachen für Zähneknirschen können sein:

  • Stress
  • Ängste, Depression
  • CMD / Kraniomandibuläre Dysfunktion
  • Genetische Faktoren
  • Rauchen, Alkohol
  • Medikamente
  • Schlafstörungen, Schlafapnoesyndrom
  • Sodbrennen
  • Kopfverletzungen, Schädel-Hirn-Trauma

Im Kindesalter kann Zähneknirschen in verschiedenen Entwicklungsstadien auftreten und ist meist ohne Folgen und verschwindet von selbst wieder.

Aufgrund der verschiedenen Auslöser für Zähneknirschen ist oft eine Kombination aus verschiedenen Therapieformen sinnvoll.

Welche Behandlungen gibt es bei Zähneknirschen?

Die häufigste durchgeführte Therapiemethode ist eine Zahnschiene – Okklusionsschiene genannt. Diese Schiene wird von Ihrem Zahnarzt angepasst und in der Nacht getragen. Durch das Tragen einer Okklusionsschiene wird ein Abrieb der Zähne verhindert und das nächtliche Zähneknirschen kann reduziert werden.

Die erhöhte Spannung der Muskulatur bzw. der Faszien kann durch Maßnahmen wie Osteopathie und manuelle Therapie sowie einem Entspannungs- und Körperwahrnehmungstraining reduziert werden.
Eine Kombination aus Zähneknirschen und einer Kraniomandibulären Dysfunktion (=CMD) ist häufig. Unter einer CMD versteht man eine Fehlregulation der Muskel- und Kiefergelenkfunktion. Durch manuelle Therapie, Osteopathie und Physiotherapie kann diese Fehlfunktion behandelt werden. Hierbei müssen die Muskeln, Faszien und Gelenke des gesamten Körpers berücksichtigt werden, da auch entfernt liegende Beschwerden zu einem Ungleichgewicht des Kiefergelenkes führen können.

Zähneknirschen steht oft auch im Zusammenhang mit Stress, Belastungen und Ängsten. In diesen Fällen eine psychotherapeutische Beratung oder Behandlung hilfreich. Diese kann den Umgang mit Stress verbessern sowie Belastungen und Angst reduzieren.

Zur Unterstützung dieser Therapien ist eine vorübergehende und vollständig reversible Lähmung eines Teiles der Kaumuskulatur durch eine Botox-Infiltration möglich.

Mögliche Therapien bei Zähneknirschen sind

  • Zahnschiene für die Nacht
  • Manuelle Therapie zur Entspannung der Kaumuskulatur und des Kiefergelenks sowie gegebenenfalls zur Behandlung der Wirbelsäule und anderer ursächlicher Beschwerden
  • Osteopathie zur Verbesserung der Balance von Muskeln und Faszien sowie zur Schmerzreduktion
  • Physiotherapie zur Verbesserung der Gelenk- und Muskelfunktionen
  • Selbstwahrnehmungstraining, Entspannungstherapie und Meditation zum Erlernen von Techniken zur Selbsttherapie und Entspannung
  • Psychotherapie/Verhaltenstherapie zur Stressbewältigung, Eigenwahrnehmung und Verbesserung der Schlafqualität
  • Hypnose zur Stressbewältigung und als Entspannungsmaßnahme
  • Biofeedback zur Selbstwahrnehmung und Entspannung der Muskulatur
  • Akupunktur zur (Muskel-) Entspannung, Schmerzreduktion und Schlafverbesserung
  • Massagen zur Entspannung der Kau- und Nackenmuskulatur
  • Botulinumtoxin-Infiltration der Kaumuskeln zur Entspannung der Muskulatur

Aus diesen Behandlungsmöglichkeiten kann ein individueller Therapieplan nach den Ursachen und Wünschen zusammengestellt werden. Bei der Therapie ist zu berücksichtigen, welche Art des Zähneknirschens vorliegt.

Welche Formen des Zähneknirschens gibt es?

  • Nächtliches Zähneknirschen = Schlafbruxismus:
    Hierunter versteht man eine wiederholte Anspannung der Kaumuskulatur in der Nacht mit Knirschen der Zähne oder Aneinander-Pressen der Zähne.
  • Zähneknirschen tagsüber = Wachbruxismus:
    Die Anspannung der Muskulatur erfolgt hier am Tag im Sinne eines Zähne-Zusammenpressens oder eines wiederholten Verschiebens des Kiefers meist ohne Kontakt der Zähne.

Welche Folgen hat Zähneknirschen?

  • Kiefergelenksschmerzen
  • Schmerzen der Kaumuskulatur
  • Schmerzhafte Verspannung der Nackenmuskulatur
  • Kopfschmerzen – oft morgens bzw. seitlich
  • Gestörter Nachtschlaf und Tagesmüdigkeit
  • Eingeschränkte Mundöffnung
  • Zahnabrieb
  • Verschleiß von Zahnfüllungen oder Zahnersatz
  • Stark ausgeprägte Kaumuskulatur mit optisch verbreitertem Gesicht

Um diese Folgeerscheinungen zu behandeln oder vorzubeugen, unterstützen wir die zahnärztliche Therapie mit Manueller Therapie, Osteopathie, Entspannungsmethoden, Verhaltenstherapie und Physiotherapie. Wir bieten Ihnen auch Botox-Infiltrationen an. Da die Botox-Infiltration bei einer Anwendung über Monate und Jahre jedoch zu einem Schaden der Kieferknochen führen kann, sehen wir diese Therapie nur als Unterstützung in der ersten Phase der Behandlung. Durch eine einmalige Infiltration kann die Kaumuskulatur für ca. 3 Monate nicht mehr so stark anspannen. Dieses Zeitfenster kann für die anderen Therapiemaßnahmen genützt werden, um leichter eine langfristige Entspannung zu ermöglichen.

Welche Behandlungen können wir Ihnen bieten?

Zur Untersuchung, Therapieplanung und für die ersten Behandlungsschritte vereinbaren Sie einen Termin bei unserer Fachärztin für Physikalische Medizin, Dr. Valerie Gartner. Auch eine Terminvereinbarung direkt bei unseren Therapeuten oder unserer Fachärztin für die Botox-Infiltration, Dr. Maria Michaelidou, ist möglich.

Unser Ärzte- und Therapeuten-Team freut sich, Ihnen Ihr persönliches Behandlungsprogramm zusammenzustellen und Sie durch die Therapie zu begleiten.

Ihr Kinemedic-Team für die Behandlung von Zähneknirschen


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