Schulter­schmerzen

Wir bieten Ihnen umfang­reiche Unter­su­chungen und eine ganz­heit­liche The­rapie bei Schulterschmerzen.

Welche Ursachen haben Schulterschmerzen?

Im Bereich der Schulter finden wir zahl­reiche Aus­löser für Schmerzen. So können Gelenke, Muskeln, Schleim­beutel und Sehnen Schul­ter­schmerzen ver­ur­sachen, aber auch ent­fernt lie­gende Struk­turen wie die Hals­wir­bel­säule und Nerven von Armen oder dem Brustkorb können die Schmerz­ur­sache sein. Häufig ver­ur­sachen die Muskeln und Faszien um das Schul­ter­gelenk herum oder die Mus­kel­gruppe, die zum Nacken zieht, Schmerzen durch Ver­span­nungen. Die Muskeln können durch Fehl­hal­tungen oder Fehl­be­las­tungen schmerzhaft ver­spannen oder bei Erkran­kungen des Schul­ter­ge­lenkes mit­re­agieren. Oft findet sich ein schmerz­haftes Zusam­men­spiel einer Schul­ter­er­krankung mit Muskelverspannungen.

Schmerz­ur­sachen können sein:

  • Fehl­haltung und Über­lastung der Schulter oder des Schultergürtels
  • Schul­ter­im­pingement (Enge zwi­schen Schul­terdach und Ober­arm­knochen mit Reizung von Sehne und Schleimbeutel)
  • Kalk­schulter (Kalk­ein­la­gerung in einer Sehne)
  • Rotatoren­manschetten­läsion (Einriss einer Sehne)
  • Bizeps­sehnen-Reizung
  • Insta­bi­lität (zu geringer Halt des Ober­arm­kno­chens im Gelenk)
  • Arthrose (Abnüt­zungs­er­scheinung des Schultergelenkes)
  • Arthrose des Schul­ter­eck­ge­lenkes (Gelenk des Schlüsselbeines)
  • Ein­klemmung von Nerven im Bereich des Nackens oder Brustkorbes
  • Kar­pal­tun­nel­syndrom
  • Bandscheiben­vorfall der Halswirbelsäule
  • Wei­ter­ge­leitete Mus­kel­ver­span­nungen von Arm oder Rumpf
  • Wei­ter­ge­leitete Schmerzen nach Bau­ch­ope­ra­tionen oder Geburten und bei Ver­wach­sungen im Bauch oder Becken.
  • Kno­chen­brüche, Knochen­marködem oder Fehl­stel­lungen nach Knochenbrüchen
  • Narben nach Ver­let­zungen oder Operationen
  • Rheu­ma­tische bzw. ent­zünd­liche Erkrankungen
  • auch eine Herz- oder Lun­gen­er­krankung kann sich als Schul­ter­schmerz zeigen

Wie kann man die Ursache von Schul­ter­schmerzen herausfinden?

Zu Beginn der Unter­su­chung steht immer die Ana­mnese. Oft gibt der Verlauf der Schmerzen bereits Hin­weise auf die Ursache. Die Schmerz­lo­ka­li­sation und das Ausmaß einer Bewe­gun­sein­schränkung zeigen erfah­renen Ärzten, welche Struk­turen betroffen sein könnten. Spe­zi­fische Tests ermög­lichen eine weitere Abrenzung. Wichtig ist eine aus­führ­liche manuelle Befundung von Schulter, Arm und Wir­bel­säule. Ein Unter­su­chung des Schul­ter­ge­lenkes mit dem hoch­auf­lö­senden Ultra­schall kann oft wichtige Infor­ma­tionen für die wei­teren Behand­lungs­mög­lich­keiten liefern. Manchmal ist zusätzlich eine Bild­gebung wie ein MRT (Magnet­re­so­nanz­to­mo­graphie) notwendig.
Die Dia­gno­se­findung kann beim Vor­liegen ver­schie­dener Erkran­kungen oder bei län­gerem Bestehen von Schmerzen sehr schwierig sein. Hier braucht es viel Erfahrung des Arztes und seines Teams. Manchmal kann man erst im Laufe der Behandlung die eigent­liche Schmerz­ur­sachen finden.

Wieso treten Nacken­schmerzen und Schul­ter­schmerzen oft gemeinsam auf?

Hierfür gibt es einige Ursachen:

  • Schmerzen und Mus­kel­ver­span­nungen können durch Muskeln und Faszien vom Nacken zur Schulter oder umge­kehrt wei­ter­ge­letet werden.
  • Bei schmerz­haften Nacken­ver­span­nungen können Muskeln einen Druck auf Nerven, die zur Schulter bzw. zum Arm führen, ausüben. Dies wird als Schmerz im Ver­sor­gungs­gebiet der ent­spre­chenden Nerven — also im Bereich der Schulter oder des Armes — wahrgenommen.
  • Bei Schul­ter­schmerzen wird die Arm­be­wegung zur Schonung nur mehr zu einem Teil aus dem Schul­ter­gelenk durch­ge­führt. Zu einem anderen Teil wird die Bewegung durch ein Gleiten des Schul­tern­lattes entlang der Rippen aus­ge­führt. Diese Bewegung bzw. Anhebung des Schul­ter­blattes erfogt durch die Nacken­mus­ku­latur, die nicht in diesem Ausmaß dafür zuständig ist. Als Folge ver­spannen die Muskeln und Nacken­schmerzen entstehen.

Weitere Infor­ma­tionen zu Nacken­schmerzen finden Sie hier.

Welche Behand­lungs­mög­lich­keiten gibt es bei Schulterschmerzen?

Die Behandlung von Schul­ter­schmerzen hängt von der Ursache ab. Als Schmerz­the­rapie können Medi­ka­mente, Infil­trationen, Aku­punktur oder Manu­althe­rapie ein­ge­setzt werden. Ursächlich kann bei Seh­nen­er­kran­kungen (Kalk­schulter, Rotatoren­manschetten­läsion, Biceps­sehnen-Reizung,…) eine Stoß­wel­len­the­rapie oder in manchen Fällen eine Ope­ration not­wendig sein.
Neben den spe­zi­fi­schen The­rapien ist bei Schul­ter­schmerzen immer eine beglei­tende The­rapie der Mus­ku­latur sinnvoll. Da das knö­cherne Schul­ter­gelenk klein ist und wenig Halt bietet, wird das Gelenk zu einem großen Teil durch Muskeln sta­bi­li­siert. Damit Sehnen, Knorpel und Bänder der Schulter optimal heilen können, muss das Schul­ter­gelenk gut durch Mus­kel­kraft geführt werden bzw. in der best­mög­lichen Position gehalten werden. Eine gezielte Mus­kel­kräf­tigung und ein gutes Zusam­men­spiel der ein­zelnen Muskeln kann im Rahmen einer Physio­therapie erreicht werden. Ande­rer­seits ver­ur­sachen ver­spannte Muskeln Schmerzen und so hilft eine gleich­zeitige Behandlung schmerz­hafter Mus­kel­ver­här­tungen mittels Trig­ger­punkt­the­rapie, Aku­punktur, Osteo­pathie oder Massage.

Weitere Infor­ma­tionen zur Behandlung dieser Krank­heits­bilder: Impingement, Kalk­schulter, Rotatoren­manschetten­läsion, Arthrose, Knochen­marködem.

Welche The­rapie bei Schul­ter­schmerzen können wir Ihnen anbieten?

Wir sind ein Team aus spe­zia­li­sierten Ärzten und The­ra­peuten und arbeiten gemeinsam an Ihrer Genesung. Zusammen können wir Ihnen neben der Dia­gno­se­stellung eine große Band­breite an auf­ein­ander abge­stimmten The­rapien bieten:

Wie kann man ein neu­er­liches Auf­treten von Schul­ter­schmerzen verhindern?

Nach der The­rapie der akuten Erkrankung ist es wichtig ein sta­biles mus­ku­läres Gleich­ge­wicht wieder her­zu­stellen. Der Ober­armkopf soll bei der Bewegung von Muskeln zentral in der Gelenks­pfanne gehalten werden, um Abnüt­zungen der Knorpel und Sehnen zu ver­hindern und um Schleim­beutel und andere emp­find­liche Struk­turen keinem erhöhten Druck auszusetzen.
Die Schul­ter­funktion ist nicht nur abhängig vom Schul­ter­gelenk sondern auch von der Kör­per­haltung, da die Schul­ter­ge­lenks­pfanne von einem Teil des Schul­ter­blattes gebildet und dieses eng mit dem Brustkorb ver­bunden ist. Bei einem Rund­rücken oder einer anderen Fehl­haltung des Rückens bzw. des Rumpfes kommt es durch die Ver­bindung des Brust­korbes mit dem Schul­ter­blatt zu einer Fehl­stellung der Schulter. Dadurch kommt es zu einer Enge im Schul­ter­gelenk und zu erhöhten Druck- und Zug­be­las­tungen von Sehnen und Knorpeln. Um eine Gelenks- und Seh­nen­ab­nützung oder deren Fort­schreiten zu ver­hindern bzw. zu ver­lang­samen, emp­fehlen wir daher ein auf Sie abge­stimmtes The­ra­pie­pro­gramm. Beinhalten sollte die The­rapie Ele­mente zur Ver­bes­serung der Kör­per­haltung, der Mus­kel­kräf­tigung, der Ver­bes­serung des mus­ku­lären Gleich­ge­wichts und der Körperachsen.

Ihr Kine­medic-Team bei Schulterschmerzen