Verwachsungen Darm und Unterbauch

Wir bieten Ihnen eine ganz­heit­liche und nicht-ope­rative Therapie bei Beschwerden im Bauch und Unterbauch.

Was sind Verklebungen und Verwachsungen von Organen?

Die Organe im mensch­lichen Körper werden durch Bänder und das Bauchfell locker an ihrem Platz gehalten. Zwischen den Organen ist eine Beweglichkeit vor­handen, welche für die Organfunktion not­wendig ist. Bei Verletzungen oder Entzündung können Organe mit anderen Organen oder dem Bauchfell ver­kleben. Mit der Zeit bildet sich an diesen Stellen zunehmend Bindegewebe. Dadurch ent­stehen Verwachsungen und Organe hängen durch bin­de­ge­webige Stränge zusammen oder am Bauchfell fest. Dadurch wird die Organbeweglichkeit gestört oder es kommt zu einem ein­sei­tigen Zug an den Organen. Die Verwachsungen — auch Adhäsionen genannt — bleiben oft unbe­merkt, können aber auch ver­schiedene Störungen wie Schmerzen oder Darmfunktionsstörungen verursachen.

Wodurch ent­stehen Verklebungen und Verwachsungen im Bauchraum?

Verklebungen und Verwachsungen können an den Stellen ent­stehen, an denen eine Organhülle ver­letzt wird oder eine Entzündung statt­findet. Meist sind Operationen ursächlich. Eine der häu­figsten Komplikationen nach Bauchoperationen sind Verwachsungen. Aber auch ent­zünd­liche Erkrankungen wie Darm- oder Eierstockentzündungen oder Verletzungen der Bauchdecke können Verwachsungen aus­lösen. Weiters treten nach Bestrahlungen Verwachsungen auf. Auch bei Frauen mit einer Endometriose (Versprengung von Gebärmutterschleimhaut) ent­stehen im Laufe der Zeit Adhäsionen.
Die häu­figsten Ursachen für Verwachsungen Darm und Unterbauch sind:

Welche Beschwerden machen Verklebungen und Verwachsungen der inneren Organe?

Viele Verwachsungen (=Adhäsionen) ver­ur­sachen keine Beschwerden. Vor allem anfangs bleiben die Verklebungen und Verwachsungen oft unbe­merkt. Mit der Zeit kann es zunehmend zu einem Schrumpfen der bin­de­ge­webigen Adhäsionen kommen und der Zug zwi­schen der Organen bzw. zum Bauchfell nimmt zu. Dadurch ent­stehen oder ver­stärken sich Bewegungseinschränkungen der Organe, Schmerzen oder Funktionsstörungen. Teilweise können Beschwerden aber auch schon kurz nach Operationen oder ent­zünd­lichen Prozessen im Bauch auftreten.
Beschwerden können sein:

  • Verdauungsstörungen
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Darmverschluss (Ileus)
  • Sodbrennen
  • Atembeschwerden
  • uner­füllter Kinderwunsch

Der Schmerzcharakter ist abhängig von den betrof­fenen Organen.
Mögliche Schmerzen sind:

  • Bauchschmerzen, die abhängig von der Nahrungsaufnahme sind
  • Rückenschmerzen
  • Kreuzschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • atem­ab­hängige Schmerzen
  • bewe­gungs­ab­hängige Schmerzen im Bauch
  • chro­nische Unterbauchschmerzen

Für all diese Beschwerden können Verklebungen und Verwachsungen ursächlich sein, aber natürlich kommen auch viele andere Ursachen in Frage. Eine genaue ärzt­liche Abklärung ist daher notwendig.

Wieso können Baucherkrankungen Rückenschmerzen und Kreuzschmerzen auslösen?

Die Organe im Bauch sind über bin­de­ge­webige Strukturen an unserer Körperrückseite ange­heftet. Diese Aufhängung ist sehr nah an der Wirbelsäule und den Rückenmuskeln. Bei Erkrankungen der Organe und bei Verwachsungen kann sich die Verspannung und der Zug bis zum Rücken fort­setzen. Rückenschmerzen und Kreuzschmerzen können die Folge sein. Diese sind in manchen Fällen sogar die ein­zigen Beschwerden. Da der Muskulus ili­opsoas besonders nahe an den Bauch- und Beckenorganen vor­bei­zieht und bis zum Oberschenkel reicht, ist eine Schmerzausstrahlung bis in das Bein möglich. Auch eine Weiterleitung der Schmerzen über Faszien- und Nervenverbindungen zu Schulter, Rücken und in die Beine ist möglich. Eine oft wie­der­keh­rende Blockierung von Wirbeln oder dem Iliosakralgelenk (ISG-Blockierung) kann ein Hinweis auf ein unbe­han­deltes Darmproblem sein.

Wie kann man Verklebungen und Verwachsungen von Darm und Unterbauch feststellen?

Es ist sehr oft nicht leicht, Verwachsungen fest­zu­stellen und diese in Zusammenhang mit den Beschwerden zu bringen. Zunächst gibt die aus­führ­liche Anamnese Hinweise auf das Bestehen von Adhäsionen. Gab es Operationen oder Entzündungen? Welche Art von Schmerzen bestehen? Wann treten sie auf? Eine kör­per­liche Untersuchung ist der nächste Schritt der Diagnostik. Mit Erfahrung kann man alle Organe ertasten und deren Beweglichkeit prüfen. Es gibt auch spe­zielle osteo­pa­thische Griffe, mit denen man Bindegewebszüge fest­stellen kann. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall-Untersuchungen, MRT (Magnetresonanztomographie) oder CT (Computertomographie) können Verklebungen und Verwachsungen leider nur teil­weise dar­stellen. Zum Ausschluss einer anderen Ursache der Schmerzen oder Funktionsstörungen von Organen sind diese Untersuchungen jedoch wichtig. Auch eine Untersuchung beim ent­spre­chenden Facharzt (Internist, Bauchchirurge, Gynäkologe oder Urologe) sowie Blutuntersuchungen sind für die Suche nach mög­lichen anderen Erklärungen für die Beschwerden wichtig. Als nächstes kann eine Probebehandlung durch­ge­führt werden, bei der mit manu­ellen und osteo­pa­thi­schen Techniken Spannungen im Bauch redu­ziert werden und ein grö­ßerer Bewegungsspielraum für die Organe geschaffen wird. Kommt es durch die Behandlung zu einer Verbesserung der Beschwerden, werden die Verwachsungen als Ursachen für die Beschwerden sehr wahr­scheinlich. Die abschlie­ßende Sicherheit, dass Verwachsungen bestehen, kann nur ein ope­ra­tiver Eingriff geben. Da bei bestehenden Verwachsungen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass neue Verwachsungen ent­stehen, ist dieser dia­gnos­tische Schritt nur in wenigen Fällen sinnvoll.

Zusammenfassung der dia­gnos­ti­schen Schritte:

  • Anamnese
  • all­ge­meine kör­per­liche Untersuchung
  • je nach betrof­fenem Organ Abklärung durch Internisten, Chirurgen, Gynäkologen, Urologen
  • manuelle/osteopathische Untersuchung
  • Ausschluss anderer Ursachen mittels Blutuntersuchung, Ultraschall, MRT oder CT
  • Untersuchung im Rahmen einer Operation (in sel­tenen Fällen)

Operationen können bei aus­ge­dehnten Verwachsung oder uner­fülltem Kinderwunsch not­wendig sein. Bei einem Darmverschluss (Ileus) ist eine sofortige Operation nötig. Operationen zum Zweck einer Lösung von Verwachsungen nennt man Adhäsiolyse. Da jeder chir­ur­gische Eingriff ein Risiko für Verwachsungen dar­stellt, sind Ärzte sehr zurück­haltend, Verwachsungen durch eine Operation zu lösen. Daher wird in vielen Fällen eine kon­ser­vative Therapie, das heißt eine nicht-ope­rative Therapie durch­ge­führt. Eine Kombination aus meh­reren Therapieformen ist oft sehr hilf­reich und kann Schmerzen deutlich redu­zieren bzw. Beschwerden ganz zum Abklingen bringen.

Welche Therapien können helfen?

Die vis­zerale Osteopathie ist eine spe­zielle Form der Osteopathie und kom­bi­niert die bekannten sanften Behandlungen mit fes­teren Techniken wie Mobilisationen von Organen und Narben. Insbesondere bei mecha­ni­schen Problemen und Spannungen im Bauchraum kann diese Art der Therapie helfen.
Ist zusätzlich auch die Darmschleimhaut gereizt oder es bestehen Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist eine Kombination mit einer Akupunktur oft hilf­reich. Die ver­schie­denen Formen der Akupunktur finden Sie hier.
Bei Verwachsungen im Beckenbereich kann eine vaginale Palpation und Therapie auf sehr effektive Weise helfen. Hierbei findet die manuelle Behandlung bzw. Osteopathie „von innen“, d.h. über die Vagina statt.

Welche Therapien können wir Ihnen anbieten?

Wir haben uns auf die Therapie von Schmerzen spe­zia­li­siert und bieten Ihnen ver­schie­denste Nicht-ope­rative-Therapieformen durch unser Team aus Ärzten und Therapeuten an. Gerne stimmen wir die Therapie indi­vi­duell auf Sie ab. Falls eine weitere Untersuchung oder Operation not­wendig ist, stellen wir Ihnen den Kontakt zu Spezialisten her.

Wir bieten Ihnen:

Unsere Fachärztin für Physikalische Medizin, Dr. Valerie Gartner, ist auf die Schmerztherapie spe­zia­li­siert und hat viel Erfahrung in der manu­ellen Therapie von Bauch und Beckenorganen. Sie begleitet Sie durch die Therapie und stimmt die ein­zelnen Therapieschritte auf Sie ab. Viszerale Osteopathie und Craniosacraltherapie bieten Ihnen Dr. Valerie Gartner und unsere Physiotherapeutinnen Michaela Müllner und Elisabeth Auer. Bei Beschwerden im gynä­ko­lo­gi­schen Bereich kann eine vaginale Manualtherapie bei Elisabeth Auer Spannungen und Schmerzen lösen.

Besonders gute Erfahrung haben wir mit der Kombination aus vis­ze­raler Osteopathie, Akupunktur und einer diä­to­lo­gi­schen Betreuung gemacht.

Was kostet die Therapie?

Wir emp­fehlen zur Diagnostik, Therapieplanung und Erstbehandlung zunächst einen Erstvorstellungstermin bei Dr. Valerie Gartner oder bei bereits erfolgter Diagnostik einen Termin bei einer unserer Physiotherapeutinnen. Welche und wie viele weitere Therapien bei Ihnen sinnvoll sind, werden wir mit Ihnen gemeinsam besprechen.
Eine Kostenübersicht finden Sie hier.

Wer sind Ihre Ansprechpartner bei uns?

Dr. Valerie Gartner

Dr. Valerie Gartner

Fachärztin für Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation
Ärztin für Allgemeinmedizin
Ärztin für Arbeitsmedizin

Weitere Informationen zu gynä­ko­lo­gi­schen Beschwerden, Schmerzen im Beckenbereich und zu Frauengesundheitsthemen finden Sie auf:

www.kinemedic-fem.at