Tennisellbogen

Bei akutem oder chro­ni­schem Tennisellbogen (=Tennisarm) sind wir von der Untersuchung bis zur Behandlung für Sie da. Wir bieten Ihnen ein breites Spektrum an Therapiemöglichkeiten ohne Operation an.

Vor Beginn der Therapie des Tennisarms steht die Abklärung der Schmerzursache

Bei Symptomen wie belas­tungs­ab­hängige Schmerzen des Ellbogens oder bei bereits länger bestehenden zusätz­liche Ruheschmerzen, Schulterschmerzen oder Nackenschmerzen, sollte eine genaue Untersuchung erfolgen. Erste Informationen möchten wir Ihnen bereits hier geben. Eine ärzt­liche Abklärung zur Therapieplanung bzw. zum Ausschluss anderer Ursachen wie Erkrankgungen im Bereich der HWS (=Halswirbelsäule) oder eines Nervs sollte jeden­falls stattfinden.

Welche Ursache hat ein Tennisellbogen?

Der Tennisellbogen (=Tennisarm, Epicondylitis humeri radialis) ist eine Überlastungsreaktion eines Sehnenursprungs am Ellbogen.

Meist sind Nicht-Tennisspieler vom Tennisarm betroffen.

Eine Überlastung kann statt­finden bei:

  • Arbeiten am Computer
  • schwer und viel Tragen
  • Krafttraining
  • Spielen eines Musikinstruments wie z.B. Gitarre
  • Ausübung von Sportarten wie Rudern, Volleyball oder Fahrradfahren
  • Ausübung eines Handwerks
  • Arbeiten im Haushalt wie Bügeln

Wie ent­steht ein Tennisellbogen?

Eine Reizung des Sehnenursprungs am Ellbogen kommt durch wie­der­holte Überbeanspruchung der Streckmuskulatur des Unterarms zustande. Diese Muskulatur brauchen wir bei der Kippung des Handgelenkes oder der Finger nach oben (Arbeiten mit der Maus oder der Computertastatur), bei festem Faustschluss (Greifen nach schweren Gegenständen) oder bei Bewegungen im Ellenbogen. Bei Arbeiten oder Sportarten, bei denen Vibrationen ent­stehen, kann es schneller zu einer Überlastung kommen.

Das Sehnengewebe hat eine geringere Regenerationsfähigkeit als der Muskel. Das heißt, der Muskel kann nach einer Beanspruchung schneller wieder voll belastbar sein. Die Sehnen hin­gegen brauchen oft länger um sich zu erholen und sich den Anforderungen anzu­passen. Wenn ein Muskel in seiner Erholungsphase ist, spüren wir das, wie z.B. als Muskelkater oder Kraftlosigkeit. Leider bekommen wir jedoch von den Sehnen kaum Rückmeldung, ob diese wieder bereit für eine neue Herausforderung sind. So kommt es bei unzu­rei­chender Regenerationszeit zu einer lang­samen Degeneration der Sehne. Erst nach langer Zeit oder wenn kleinste Sehnenrisse ent­stehen tritt ein Schmerz auf.

Möglich ist auch eine akute Überlastung als Ursache für einen Tennisellbogen. Dies ist jedoch seltener.

Wie lange ist die Heilungsdauer des Sehnenansatzes?

Sehnengewebe hat eine geringe Durchblutung und daher eine lange Erholungszeit. Ist der Schaden am Sehnenursprung klein oder durch eine akute Überlastung ent­standen, kann eine Regeneration innerhalb von wenigen Wochen statt­finden. Zumeist dauert die Abheilung jedoch weitaus länger und Schmerzen können über Monate und Jahre bestehen bleiben.

Verzögert wird die Heilung meist durch eine Verspannung der betrof­fenen Muskulatur. Durch Schmerzen ent­steht eine erhöhte Ruheaktivität der Muskeln, welche einen stän­digen Zug am Sehnenansatz ver­ur­sacht. Ein chro­ni­scher Schmerz ent­steht. Die Therapie sollte daher nicht nur Maßnahmen für den Sehnenansatz sondern auch für die Armmuskulatur ent­halten. Durch eine spe­zielle Behandlung kann die Regeneration der Sehne um ein Vielfaches schneller verlaufen.

Welche zusätz­lichen Beschwerden macht ein chro­ni­scher Tennisellbogen?

Bleibt der Schmerz und die ständige Anspannung der Armmuskulatur bestehen, können sich die Beschwerden aus­breiten. Oft ent­stehen Schmerzen der Schulter oder Schmerzen im Bereich des Nackens bzw. der Halswirbelsäule.

Es kann sich aber auch ein Schmerz an der Innenseite des Ellbogens — ähnlich dem Golferellbogen — ent­wi­ckeln. Eine Kombination aus Schmerzen eines Tennisellbogens und eines Golferellbogens kommt recht häufig vor.

Außerdem tritt der Tennisarm nicht selten beid­seits auf. Da die Aufgaben des täg­lichen Lebens auf­grund der Schmerzen teil­weise vom zuvor nicht betrof­fenen Arm über­nommen werden, kommt es auch an diesem Arm zur Überlastung.

Falls eine ent­zünd­liche Reaktion hin­zu­kommt, treten am Ellbogen die Schmerzen nachts auf.

Welche Untersuchungen sollten durch­ge­führt werden?

Vor der Behandlung ist eine genaue manuelle Untersuchung not­wendig, um die optimale Therapie ein­zu­leiten. Zum Ausschluss anderer Ursachen der Ellbogenschmerzen ist eine manuelle Untersuchung der Halswirbelsäule, der Schulter und des gesamten Armes not­wendig. Bei Unklarheiten, vor allem bei einem Hinweis auf eine Einklemmung eines Nervs, sollte ein Untersuchung mit dem hoch­auf­lö­sendem Ultraschall oder ein MRT (=Magnetresonanztomographie) erfolgen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bei der Therapie des Tennisarms ist eine Kombination aus rege­ne­ra­tiven Maßnahmen für die Sehne, Entspannung der Muskulatur und Schonung des Sehnenansatzes notwendig

Gerne bieten wir Ihnen die genannten Therapien und eine umfang­reiche Betreuung an. Vor Therapiebeginn beraten wir Sie aus­führlich, welche Therapieoptionen für Sie am geeig­netsten sind. Zur Abklärung, Therapieplanung und für die ersten Therapiemaßnahmen ver­ein­baren Sie einen Termin bei unserer Fachärztin für Physikalische Medizin. Eine direkte Terminvereinbarung bei unseren Therapeuten ist auch jederzeit möglich.

Ihre Kinemedic-Team für die Abklärung und Therapie bei einem Tennisellbogen